Katze in der Sonne

Huch, der Kater sitzt im Schrank

Das war eine große Überraschung, die die Blog-Tippse bereits am ersten Morgen nach dem Einzug des Redaktionsteams erwartete. Sie versorgte das Katzenteam gerade mit Snacks und Getränken für die allererste Redaktionssitzung und eilte dafür zwischen Küche und Redaktionsraum hin und her, wobei sie die Tür zum Redaktionsraum hinter sich zuzog, damit die beiden sich in Ruhe einarbeiten konnten. Kaum in der Küche angekommen, stand allerdings Pascha hinter ihr. Mit einer Entschuldigung für die Unaufmerksamkeit wurde er zurück ins Redaktionszimmer gebracht, aber direkt danach passierte es wieder: Rrrrrums und der Kater steht in der Küche. Völlig selbstverständlich und natürlich leicht verärgert, weil er sich die Tür selbst öffnen musste.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man mit so etwas umgehen kann. Man kann in der Wohnung Türen verschließen oder die Klinke umdrehen. Solche Versuche führten hier jedoch dazu, dass Pascha nächtelang mit wachsendem Ärger die Schlafzimmertür mit akrobatischen Sprüngen und großem Getöse zu öffnen versuchte. Am Ende hat der zielstrebige Kater gewonnen und die beiden Redakteure nächtigen nun standesgemäß im Schlafzimmer.

Weitere Folge: die Wohnungstür wird immer von innen verschlossen. Vorsichtshalber, sie ist aber auch so schwer, dass Pascha sie vermutlich nicht öffnen könnte – aber besser ist es, in solchen Fällen auf Sicherheit zu setzen.

Was bleibt sind die Schränke. Der Schlafzimmerschrank mit den Schiebetüren wurde regelmäßig genauso inspiziert und zum Schlaflager umfunktioniert, wie der nicht ganz glatt schließende doppeltürige Einbauschrank mit den Putzmitteln im Flur. Die Lösung hier ist eine Kindersicherung. Die gibt es in verschiedenen Ausführungen. Bewährt haben sich in diesem Haushalt einfache Klettsicherungen.

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Klett hält erstaunlich sicher die Türen geschlossen. Die Verschlüsse werden einfach aufgeklebt und halten die so verschlossenen Türen bombensicher zu, dabei sind die Verschlüsse schnell geöffnet und nahezu unkaputtbar. Zudem ist es einfach kostengünstig und im Bedarfsfall schnell zu ersetzen.

Im Gegensatz zur zeitweise verschlossenen Schlafzimmertür war die Maßnahme, Schränke mit Klettsicherungen zu versehen auch erfolgreich: die betroffenen Türen werden weitestgehend in Ruhe gelassen und die Schrankinhalte sind sicher. Damit sind auch die nicht unbedingt immer tiersicheren Inhalte (Putzmittel und der Katzenfuttervorrat genauso, wie frisch gewaschene und gebügelte Wäsche) vor vierpfotigem Zugriff geschützt.

Baccara guckt

Eine neue Herausforderung für die Tippse

Keine Sorge, das Chefredaktionsteam erfreut sich nach wie vor guter Gesundheit und Lebensfreude. Sie treten einfach altersgerecht einen Schritt kürzer und meinten deshalb in den vergangenen Jahren, dass der Job der Chefredaktion sich auch einfach auf ausreichende, artgerechte Beschäftigung der Tippse begrenzen könnte (also Katzenklo-Hygiene, Futterbeschaffung und Chefredaktions-Bespaßung). Die Redaktionssitzungen fielen aus zugunsten von ausgedehnten Massage-Sessions für das Redaktionsteam und so passierte hier nichts. Dazu kam dann ein Virus, das die Welt in Atem hielt und noch hält und den Alltag sowohl von Tippse als auch von den Chefredakteuren Minnie und Pascha durcheinander wirbelte. Zeitweise war die Tippse ganztägig in den Redaktionsräumen (und murmelte etwas von „Homeoffice“), so dass die Chefredakteure ständig in ihrem gewohnten Ablauf gestört wurden. Kaum hatten die beiden sich daran gewöhnt, änderte sich das wieder und seither ist es ein auf und ab und die beiden können nie sicher sein, ob die Tippse „Homeoffice“ macht und ganztägig um sie herum ist, oder ob sie doch ins Büro fährt. Auch die geliebten sturmfreien Abende wurden deutlich eingeschränkt.

Kurz und gut: damit konnte ja 2019 noch keiner rechnen. Ende 2021 hat die Tippse dann jedenfalls beschlossen, dass sie eine neue Herausforderung braucht und nach einigen Beratungen hat das Redaktionsteam etwas gefunden, was auch für sie akzeptabel klang: eine Ausbildung in Tier-Physiotherapie! Da liegt der praktische Nutzen für die Redakteure auf der Hand!

Seit Anfang 2022 absolviert die Tippse also zusätzlich zur Redaktionsteam-Bespaßung und der Katzenfutter-Erwerbstätigkeit noch eine entsprechende Ausbildung bei einer großen Schule. Nachteil daran: sie versucht jetzt immer mal wieder neu erworbenes Wissen praktisch anzuwenden. Auf Aufforderungen wie „komm mal her, ich will mal die Crista Nuchae ertasten“ reagieren die beiden Redakteure aber eher empört. Nackenkraulen ist ok, Tastversuche nicht so. Die Tippse ist dafür also auch auf die (deutlich höhere) Kooperationsbereitsschaft eines weiteren Redaktionsmitglieds angewiesen, das (bzw. die) hier bisher nicht erwähnt werden wollte. Als stille Teilhaberin im Hintergrund fühlte sie sich am Wohlsten, jetzt soll sie hier aber doch einmal vorgestellt werden: Baccara, eine 30 Jahre alte Pferdedame. An ihr kann die Tippse ihr Bedürfnis nach Abtasten problemlos ausleben und muss dafür das Redaktionsteam nicht belästigen.

Also, vielleicht („hust“) kommt hier wieder mehr Inhalt, das Redaktionsteam muss die Tippse ja ablenken, damit sie nicht ständig mit neuen Abtast-Ideen ankommt.

Hund oder Katze? Was passt zu mir?

In diesem Haushalt gab es schon verschiedene Konstellationen:

  • ein Hund
  • mehrere Hunde
  • mehrere Hunde und eine Katze
  • mehrere Hunde und mehrere Katzen
  • ein Hund und eine Katze
  • eine Katze
  • mehrere Katzen

Die Binsenweisheit ganz am Anfang: je mehr Tiere es sind, desto mehr Arbeit machen sie, desto teurer wird es und desto mehr Platz sollte man ihnen bieten können.

Bei Hunden kann man auch einen alleine halten, wenn man viel Zeit mit ihm verbringt und ihn nach Möglichkeit überall hin mitnimmt. Ein Hund braucht seinen oder seine Menschen um sich herum. Regelmäßig stundenlang alleine bleiben zu müssen, ist kein gutes Leben für einen Hund. Bei mehreren Hunden kann das besser funktionieren, aber auch die fühlen sich nur dann richtig wohl, wenn auch die Menschen dabei sind. Einen Hund mit zur Arbeit zu nehmen, kann eine Herausforderung werden, bei mehreren wird es aber wirklich schwierig.

Das war letztendlich auch der Grund, warum nach dem Chefredakteur hier kein Hund eingezogen ist. Er konnte mitkommen zur Arbeit, aber möglicherweise hätte das bei einem Nachfolger zu Problemen geführt. Vorteil natürlich: man kann Hunde auch praktisch überall hin mitnehmen, wenn man entsprechend plant. Katzen dagegen reagieren in den meisten Fällen gestresst, wenn man sie mit zur Arbeit, in den Urlaub oder in den Biergarten nehmen möchte. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die meisten Katzen erwarten uns lieber zu Hause. Das dann aber lieber nicht allein, alleine ist langeweilig, sondern in netter Gesellschaft. Aus diesem Grund sind hier zwei neue Redakteure eingezogen.

Wenn man Katzen Freilauf bieten kann, ist auch Einzelhaltung möglich. Dann sollte diese Katze nach Belieben rein und raus können, so dass sie sich Unterhaltung und Gesellschaft selbst beschaffen kann. In der Stadt ist echter Freigang in den meisten Fällen nicht möglich und nicht ratsam. Katzen, die den ganzen Tag in der Wohnung sind brauchen aber auf jeden Fall Gesellschaft. Umso mehr gilt das dann, wenn nicht ganztägig Menschen da sind und für Abwechslung und Unterhaltung sorgen können.

Gerade bei Katzen aus dem Tierheim lohnt es sich deshalb, gleich ein Pärchen zu suchen oder nachzufragen, ob die gewünschte Katze einen engen Kumpel hat, den man mit adoptieren könnte.

Adopt, don’t shop.

Schocknachricht: in der Vergangenheit der beiden neuen Redakteure verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Sie waren im Tierheim!

Nachdem der ehemalige Assistent, ein rothaariger norwegischer Waldkater, verstorben war, konnte die Blog-Tippse nicht dauerhaft alleine bleiben. So stellte sich die Frage, wie hier Abhilfe zu schaffen ist.

Kurz wurden also die Voraussetzungen zusammen gestellt: Zur Verfügung steht eine 3-Zimmer-Wohnung mit eigener Terrasse. Die Tippse hat noch einen zweiten Job, ist deshalb nicht den ganzen Tag zu Hause, weshalb zwei Katzen zur Beaufsichtigung der Tippse dringend benötigt wurden. Außerdem braucht man für den stressigen Redaktionsalltag im Katziblog natürlich eine gewisse Lebenserfahrung und Ausgeglichenheit, was gegen Katzenkinder sprach.

Ein Katzengeschwisterpaar, das bereit war, sich dieser schwierigen Aufgabe zu stellen, fand sich nach einer Tour durch die Tierheime der Umgebung schließlich in Hildesheim. Minnie und Pascha, ein schwarzes, neunjähriges Katzengeschwisterpärchen. Über ihre Vergangenheit schweigen sie sich leider aus, außer „naja, das Übliche“ hat leider auch das Tierheim keine Informationen dazu heraus gegeben.

Mit erwachsenen und nicht mehr ganz jungen Katzen aus dem Tierheim holt man sich Katzenpersönlichkeiten ins Haus. Sie sind nicht mehr so formbar, wie ganz junge Kätzchen, sie bringen eine Geschichte mit. Auch wenn man diese nicht kennt, so wirkt sie sich doch aus. Minnie etwa mag Männer nicht so und ist überhaupt allem Unbekannten gegenüber sehr vorsichtig und schreckhaft. Dafür ist sie die weltbeste Kuschelkatze, die sich mit vollem Körpereinsatz und gesamten Körpergewicht auf den menschlichen Kuschelpartner drauf wirft. Pascha dagegen ist ausgeglichener, will aber überall dabei sein und öffnet dafür auch souverän Türen.

Was also spricht dafür, neue Mitbewohner im Tierheim statt beim Züchter oder gar Vermehrer zu suchen?

  • Katzen aus dem Tierheim sind tierärztlich untersucht. Meistens erfährt man auch einiges über ihre Vorgeschichte, auf jeden Fall aber über ihren Gesundheitszustand und eventuelle Besonderheiten
  • erwachsene Katzen aus dem Tierheim haben schon etwas Lebenserfahrung. Während Kätzchen auch gerne mal die Wohnung zerlegen und die Vorhänge hoch klettern, hat man bei Tierheimkatzen eine gute Chance, dass ihnen solches Verhalten schon die Vorbesitzer abgewöhnt haben.
  • durch die Aufnahme von Katzen aus dem Tierheim erhöht man nicht die Nachfrage auf dem Markt. Es werden also keine Kätzchen dafür „produziert“ und entsteht kein neuer Überschuss
  • am Wichtigsten: Tierheimkatzen sind keine „Ausschussware“. Sie konnten im vorhergehenden Zuhause nicht bleiben, haben aber eine liebevolle Familie verdient und es macht großen Spaß, sie kennen zu lernen und zu eleben, wie sie Vertrauen fassen.

Wenn es unbedingt eine Rassekatze sein soll, findet man im Internet auch jede Menge Not-Vermittlungsseiten für Rassekatzen.

Na, hier ist ja was los!

Also, genau genommen war hier sehr lange nichts los. Jetzt, so ganz langsam, tut sich hier mal wieder was. Aber was soll das denn? Da wurde das Blog rund um den Hund von Katzen besetzt?

Ja, also das war so. Der Chefredakteur war nicht mehr der jüngste, er erkrankte schwer und verstarb letztendlich. Übrig blieb, neben der verzweifelten Blog-Tippse, sein Assistent, der rothaarige Kater Asterix. Dieser war alledings noch älter, als der verstorbene Chefredakteur und stocktaub. Dazu kamen diverse altersbedingte Erkrakungen und letztendlich verstarb auch der Assistent. Übrig blieb dann nur die sehr traurige und verzweifelte Tippse.

Die Blog-Tippse brauchte also zunächst Zeit, um diese Verluste zu verkraften und so fiel ihr gar nicht auf, dass sie ja auch noch arbeitslos geworden war! Dieser Zustand hat sich letztendlich geändert: gleich zwei neue Chefs hielten Einzug in der GassiBlog-Redaktion und haben sich entschlossen, hier einmal alles auf den Kopf zu stellen. Da sie keine Hunde sind, sondern waschechte, lupenreine und natürlich reinrassige Europäisch-Kurzhaar-Katzen musste zunächst der Name weichen und so wurde aus dem GassiBlog kurzerhand der KatziBlog. Optisch haben sie ihre Vorstellungen auch schon eingebracht und noch wird im Hintergrund weiter eifrig renoviert und aktualisiert. Die Tippse hat also wieder genug zu tun, die beiden Chefs haben jede Menge Ansprüche, die umgesetzt werden sollen.

Hier möchten die beiden sich aber kurz vorstellen. Gestatten, das sind Minnie und Pascha, das neue Chefredaktions-Duo, das hier jetzt das Sagen hat.


Hurra, Urlaub!

Der Chefredakteur ahnt es schon seit heute morgen, spätestens, seit der Koffer im Flur steht ist er sich sicher: es geht in den Urlaub! Diesmal gehen wir dabei nicht getrennte Wege, er zu seiner Lieblings-Hundesitter-Familie und ich in den Urlaub, sondern wir fahren zusammen.

Der Chefredakteur ist bereit für den Urlaub
Der Chefredakteur ist bereit für den Urlaub

Also zumindest die Fahrt ist zusammen. Am Urlaubsort angekommen wird der Chefredakteur überwiegend die Sommerfrische im großen, schattigen Garten genießen und ich werde Kulturlauben und den seligen Wagner in Bayreuth beehren.

Mit dabei natürlich: das gewohnte Hundefutter, der Anschnallgurt für das Auto, Napf, die eigene Decke, eine Kollektion an Leinen und für Unterwegs eine Flasche Wasser sowie für den Notfall ein Handtuch, das angefeuchtet zur Kühlung dienen könnte. Wir fahren diesmal mit dem Auto, und natürlich: da bleibt er bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht allein.

Viel Spaß, bis in ein paar Tagen

Ylva + der Chefredakteur

Das niedersächsische Hundegesetz – Neuerung zum 1. Juli 2013

Am 1. Juli ist eine Neuerung des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) in Kraft getreten, das einige Veränderungen für alle Hundehalter und besonders für die bringt, die jetzt einen Hund zu sich nehmen oder innerhalb der letzten zwei Jahre Hundehalter geworden sind.

Das zentrale Hunderegister

Laut dem neuen niedersächsischen Hundegesetz müssen alle Hunde, die in Niedersachsen gehalten werden, in das zentrale Hunderegister eingetragen werden. Neben Rasse und Adresse wird hier die Chipnummer des Hundes erfasst. Die Versicherung kann eingetragen werden, dazu ist der Hundehalter jedoch nicht verpflichtet. Zusätzlich können die Hundebesitzer ein Foto ihres Hundes hochladen. Bis zum 1. August 2013 müssen alle Hunde, die älter als sechs Monate sind im zentralen Register eingetragen sein oder bei Neuhundehaltern unverzüglich eingetragen werden, andernfalls droht ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit von bis zu 10.000 Euro.

Sachkundenachweis

Eine weitere Neuerung im niedersächsischen Hundegesetz ist der Nachweis der Sachkunde über einen Hundeführerschein. Dafür müssen alle Hundeführer vor der Aufnahme der Hundehaltung eine theoretische Prüfung ablegen und innerhalb des ersten Jahres der Hundehaltung eine praktische Prüfung absolvieren. Der Besuch einer Hundeschule ist dafür nicht zwingend vorgeschrieben, aber viele Hundeschulen bieten Vorbereitungskurse sowohl für die theoretische wie auch für die praktische Prüfung an. Viele können die Prüfung auch selbst durchführen oder vereinbaren im Anschluss an die Vorbereitungskurse Termine mit einem Prüfer. Ausgenommen vom Sachkundenachweis sind alle Hundehalter, die ihren Hund bereits seit dem 1. Juli 2011 halten oder innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens zwei Jahre ununterbrochene Hundehaltung nachweisen können. Die Hundehaltung muss bei Bedarf durch Steuerbescheide nachgewiesen werden können. Weiter Ausnahmen gelten für die Führer von Blindenführhunden und Behindertenbegleithunden, Tierärzte, Tierheime und Personen, die Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde abnehmen dürfen.

Kosten

Für die Eintragung in das Hunderegister entstehen Kosten von 14,50 Euro + 19% MwSt bei online-Registrierung und 23,50 Euro +19%MwSt bei telefonischer Registrierung. Die Kosten für die Sachkundeprüfung sind unterschiedlich wird der D.O.Q.-Test (Dog Owner Qualification Test) der Tierärztekammer absolviert, betragen die Kosten für den gesamten Test 134,50 Euro. Wird vorher ein entsprechender Kurs in einer Hundeschule besucht oder ein anderer Prüfer gewählt, so können die Kosten davon abweichen. Wer mit 200 Euro für den Sachkundenachweis rechnet, ist in den meisten Fällen auf der sicheren Seite.

Ältere Regelungen

Bereits im Juli 2011 traten Regelungen in Kraft, nach denen für jeden Hund eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss. Zusätzlich muss jeder Hund mit einem Mikrochip gechipped werden, der über eine Transpondernummer verfügt. Diese Nummer wird auch in das zentrale Hunderegister eingetragen.

Die meisten weiterführenden Fragen beantwortet die Fragenseite des Hunderegisters.

Aufgaben und Pflichten

Der Chefredakteur und sein Assistent, der rothaarige Kater Asterix, hielten ein wohlverdientes Sonntags-Mittagsschläfchen, da stolperte ich in die Mini-Dokuserie „Die Hundeflüsterin“ auf ZDF. Gestern ging es dabei um zwei Hunde mit sehr unterschiedlichen Problemen: Hutch, ein Bordercollie, der aggressiv und sehr stürmisch auf Reize, Personen und Hunde reagierte und Bodo, der Probleme hatte, allein zu bleiben und zudem einem seiner Frauchen auf Schritt und Tritt folgte.

Hunde suchen ihren Platz

Ein Hund sucht sich in seiner Familie, in seinem Rudel immer einen Platz. Im Idealfall bestimmen die Menschen den Platz, den der Hund einnimmt und der Hund nimmt das so an und füllt diesen Platz aus. Wenn das so funktioniert, dann erlebt man eine entspannte Beziehung zwischen Menschen und Hunden. Schwierig wird es dann, wenn die Meinung von Mensch und Hund darüber, welchen Platz der Hund einnehmen soll, nicht übereinstimmen. Wenn der Hund die ihm zugewiesene Aufgabe nicht erfüllen kann oder sich selbst eine Aufgabe gesucht hat, führt das häufig zu Problemen.

Hunde brauchen eine Aufgabe

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, den ganzen Tag nur auf dem Sofa zu sitzen und überhaupt keine Aufgaben zu erfüllen. Sehr viel angenehmer ist das Gefühl, gebraucht zu werden, eine wichtige Aufgabe zu haben, die man ernst nehmen und für die man sich engagieren kann. Das geht Hunden ähnlich, auch sie schaffen es selten, einfach so in den Tag hinein zu leben. Da sie sich nicht mehr darum kümmern müssen (und besser auch nicht kümmern sollen) ihr Futter zu jagen und um das Überleben zu kämpfen, brauchen Sie eine andere Aufgabe, die sie ausfüllt. Das muss nichts schwieriges und nichts kompliziertes sein, wenn es nur Anerkennung bringt und ihm das Gefühl gibt, diese Aufgabe ausreichend auszufüllen.

© rhtierfoto - Fotolia.com
© rhtierfoto – Fotolia.com

Verschiedene Hundementalitäten

Hunde sind dabei genauso verschieden, wie Menschen auch. Manche sind sehr lebhaft und sportlich, sie finden ihre Erfüllung im Hundesport. Mensche sind ruhig und häuslich, als Wachhund können sie ein Haus oder einen Hof bewachen oder sie sind für das Hüten oder für das Jagen oder für das Beschützen gezüchtet und können am Besten mit einer Aufgabe ausgestattet werden, die ihnen entspricht. Viele Hunde sind auch damit zufrieden, wenn ihre Aufgabe „Familienhund“ ist – sofern auch diese Aufgabe klar definiert ist und sie wissen, was sie als solche zu tun haben. Schwierig wird es dann, wenn der Jagdhund (vielleicht noch aus einer Leistungs-Zuchtlinie) nur das Sofa hüten soll. Aber auch der Schoßhund, der auf einmal den Hof alleine bewachen soll, ist schnell überfordert.

Aufgaben werden übernommen

Vielen Hunden wird aber einfach gar keine Aufgabe zugeteilt. Wie dem Bordercollie Hutch bei der Hundeflüsterin. Ein toller Hütehund, der aber in seiner Familie damit nur da zu sein völlig unterfordert ist und sich deshalb eine Aufgabe gesucht hat: er hütet und bewacht seine Familie. Dabei ist er recht planlos, weil ihn niemand anleitet, die Familie ist damit überfordert und der Hund auch, denn die Aufgabe, die er übernommen hat, ist eigentlich zu groß für ihn: ständig machen die Menschen, was sie wollen und nicht, was er meint. Das gilt auch für Bodo, der sich die Aufgabe ausgesucht hat, sein Frauchen zu bewachen und nun sehr beunruhigt ist, wenn die sich von ihm entfernt. Sie haben sich Aufgaben ausgesucht, die sie nicht erfüllen können, weil die Menschen nicht wollen, dass sie diese Aufgaben erfüllen. Das sorgt für Stress auf beiden Seiten.

Aufgaben zuteilen

Wesentlich besser läuft es, wenn einem Hund Aufgaben zugewiesen werden. In konkreten Situationen etwa, auf einem Platz liegen zu bleiben. Insgesamt fällt es einem Hund wesentlich leichter den Alltag zu bewältigen, wenn er eine echte Aufgabe hat. Das kann Hundesport sein, Agility oder auch Gehorsamkeitsübungen, Apportierspiele, Schnüffelspiele und vieles mehr eignen sich, um den Hund auszulasten. Die gemeinsame Beschäftigung mit dieser Aufgabe führt außerdem zu einer engeren Beziehung zwischen Hund und Mensch.

Die Serie – mehr Input und leise Zweifel

Ich habe bisher nur diese eine Folge gesehen. Maja Nowak ist sehr ruhig und besonnen, das gefällt mir gut. Es geht außerdem sehr viel um die Kommunikation mit den Hunden. Ich habe Zweifel, dass die Hundehalter das immer so umsetzen können, ohne ständige Anleitung durch die Hundeflüsterin. Bei den strafenden „Stübern“ fehlt mir ein wenig die Information, was bestraft wird, da schien mir das Timing häufig nicht ganz zu stimmen. Insgesamt war es eine Folge, die schon Lust darauf macht, auch die anderen fünf Teile anzusehen. Die Teile eins bis vier gibt es bereits in der ZDF-Mediathek, Teil fünf kommt am Sonntag um 13:15 Uhr im Zweiten und ist danach in der Mediathek zu finden. Ich werde bestimmt alle Teile

Hitzefrei!

© javier brosch - Fotolia.com
© javier brosch – Fotolia.com

32 Grad hat es hier im Moment und die Sonne knallt vom blauen Himmel. Allerfeinstes Sommerwetter und eine Zeit, die man am Liebsten draußen verbringt: Im Garten, am Badesee, im Freibad, beim Grillen. Für die Hunde ist dieses Wetter jedoch anstrengend.

Welche Temperaturen mögen Hunde?

Das ist auch bei Hunden unterschiedlich und pauschal schwer zu beantworten. Viele Hunde sind echte Winterfans. Sie drehen bei Minusgraden so richtig auf. Andere mögen es lieber etwas wärmer, fühlen sich bei 10 bis 15 Grad so richtig wohl. Bei Temperaturen ab 20 Grad lässt jedoch bei den meisten die Aktivität merklich nach. Sie verbringen die Zeit dann am Liebsten im Haus oder irgendwo im Schatten, graben sich vielleicht auch ein Loch in kühler, feuchter Erde, um sich hinein zu legen. Hunde sind mit Ihrem Fell vor Kälte gut geschützt. Sehr kurzhaarige oder kurzbeinige Rassen haben gelegentlich Probleme mit kalter Nässe, gerade am Bauch. Mit Hitze haben sie aber alle zu kämpfen, können sie doch den Pelzmantel nicht ausziehen und auch nicht schwitzen. Die Kühlung des Körpers findet ausschließlich über das Hecheln statt. Gerade ältere Hunde leiden deshalb massiv bei zuviel Wärme.

Was tun im Hochsommer?

Trotzdem muss der Hund natürlich auch im Sommer raus und braucht die Bewegung. Ausgedehnte Spaziergänge sollten jedoch früh morgens oder am späten Abend stattfinden, wenn die Temperaturen nicht so hoch sind. Auf Fahrradtouren, bei denen der Hund nebenher läuft, sollte man ab 15 Grad besser verzichten, zumindest aber sehr sorgfältig auf den Hund achten. Ab 20 Grad tun sie dem Hund nicht mehr gut. In den heißen Stunden ist ein kühles Plätzchen zum Zurückziehen wichtig. Viele Hunde gehen auch gerne baden und kühlen sich im Wasser ab, wo es möglich ist kann er also gut mit zum Badesee, nur der Weg dorthin sollte nicht zu weit und anstrengend sein. Zuhause sollte immer ausreichend Wasser bereit stehen und auch für unterwegs empfiehlt sich die Mitnahme einer Wasserflasche, denn Hecheln macht durstig. Auch ein feuchtes Handtuch über dem Hund kann bei extremer Hitze helfen.

Ganz wichtig aber: den Hund bei Sonne und Wärme nie, nie, nie länger als wenige Minuten alleine im geschlossenen Auto lassen! Der Chefredakteur jedenfalls besteht zur Zeit auf hitzefrei. Action gibt es frühestens wieder ab 22 Uhr.

Vierbeinige Beifahrer Teil II – Dem Hund das Autofahren schmackhaft machen

© Pavel Timofeev - Fotolia.com
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Nicht alle Hunde sind von Anfang an begeisterte Beifahrer, aber mit Geduld kann man fast jedem Hund beibringen, das Autofahren zu mögen oder zu tolerieren. Am einfachsten ist es, wenn man mit einem Welpen beginnen kann, der noch keine schlechten Erfahrungen mit der Fahrt im Auto verbindet. Aber auch später gelingt die Gewöhnung meistens, sofern der Hund keine traumatischen Erfahrungen damit gemacht hat. Macht man sich bereits im Vorfeld einige Gedanken, spart das später möglicherweise viel Arbeit, um schlechte Erfahrungen wieder auszubügeln.

Unterbringung im Auto

Um eine sichere und praktische Unterbringung des Hundes im Auto ging es schon im letzten Artikel. Damit der Hund sich wohl fühlt, sollte man aber gerade bei den ersten Fahrten noch einige weitere Punkte beachten. So fühlen sich viele Hunde während der Fahrt nicht wohl, wenn sie zu viel Platz haben. Durch die Bewegung im Auto finden sie nicht gut Halt und rutschen herum, was auch Übelkeit auslösen kann. Eine engere Begrenzung, die auch Halt gibt, ist für viele Hunde deshalb angenehmer. Auch kann es sinnvoll sein, wenn der Hund nicht zu viel Möglichkeiten hat, aus dem Fenster zu schauen. Die schnell vorbei ziehende Umgebung kann ebenfalls ein Grund für Reiseübelkeit sein.

Einsteigen

Der Sprung in den Fond eines Wagens stellt für viele Hunde eine Hürde dar. Trotzdem ist es günstiger, wenn der Hund gerade am Anfang selbst einsteigen kann, statt vom Menschen in das Auto gehoben oder gar geschoben zu werden. Mit Rampen oder improvisierten Stufen kann man dem Hund das Einsteigen erleichtern und ihm so ermöglichen, selbständig in das Auto zu kommen. Locken ist für eine entspannte Fahrt in jedem Fall eine bessere Voraussetzung, als dem Hund den Einstieg in das Auto aufzuzwingen.

Kurze Strecken

Zu Beginn sollten immer nur kurze Strecken gefahren werden. Zeit der Hund schon beim Einsteigen Angst, sollte man zunächst gar nicht fahren, sondern nur das Ein- und Aussteigen sowie das Sitzen oder Liegen auf dem vorgesehenen Platz üben. Wenn das problemlos funktioniert kann man das Auto kurz anlassen und noch etwas später erstmal nur wenige Meter fahren, vielleicht nur die Auffahrt hinunter. Je schwerer es dem Hund fällt, sich an das Autofahren zu gewöhnen, desto langsamer muss man hier vorgehen. Lange Fahrten gleich zu Anfang fördern leider nicht die Gewöhnung, sondern führen zu immer weiter steigendem Stress während der Fahrt.

Angenehme Verknüpfung

Die erste Fahrt sollte möglichst nicht zu einem Tierarzt gehen, der dann eine unangenehme Spritze verabreicht, sondern gerade die ersten Fahrten sollten immer ein angenehmes Ende haben. Eine Belohnung am Ende der Fahrt (sofern alles gut lief und der Hund sich während der Fahrt entspannt hat) kann dabei helfen. Auch sinnvoll ist es aber, mit dem Auto zu interessanten und für den Hund schönen Orten zu fahren, einen Spaziergang zu machen, bei dem der Hund Stress abbauen und sich austoben kann und dann wieder entspannt nach Hause zu fahren.

Begleitpersonal

Der Hund sollte gerade während seiner ersten Autofahrten den bekannten Menschen immer sehen können, idealerweise sollte es auch möglich sein, dass ein Mensch den Hund während der Fahrt direkt ansprechen oder anfassen kann. Für die ersten Fahrten ist deshalb ein Fahrer oder ein Mitfahrer gut, der den Hund während er Fahrt ansprechen und ablenken kann und auch belohnen, wenn der Hund sich entspannt.

Mit ausreichend Zeit und Geduld kann fast jeder Hund ein angenehmer Beifahrer werden. Bei Anzeichen von Stress sollte man jedoch lieber nochmal einen Schritt zurück gehen. Hat der Hund so gelernt, dass Autofahrten normal sind, wird er auch längere Fahrten problemlos mitmachen.