Mein Hund mag ja im Regen nicht raus

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Das ist ein Satz, den ich immer nur höre, aber nie selbst aussprechen kann. Der Chefredakteur ist da schmerzfrei, und auch seine Vorgänger kannten kein schlechtes Wetter. Ob Regen, Schnee, Eisregen, Sturm mit Graupel oder strahlender Sonnenschein, der Chefredakteur findet immer, es ist das perfekte Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang. Wobei der bei Kälte ruhig länger sein darf, als im Sommer bei hohen Temperaturen.

Hitze, Kälte oder Nässe? Was macht wirklich Probleme?

Kälte ist für die meisten Hunde kein Problem. Sie besitzen ein wärmendes Fell und gleichen Temperaturschwankungen durch Bewegung aus. Gerade Hunde mit sehr dickem und wärmendem Fell fühlen sich gerade bei Kälte draußen erst so richtig wohl. Ältere Hunde haben manchmal durch Gelenkprobleme Schwierigkeiten mit nasskaltem Wetter. Hundebesitzer mit Arthrose kennen das Problem aus eigener Erfahrung: die Nässe scheint einem in die Knochen zu kriechen und jede Bewegung schmerzt. Das trifft auch Hunde mit Arthrose. Trockene Kälte wird dagegen gut vertragen, aber kleine Hunde mit dünnem Fell oder alte oder kranke Hunde, die sich weniger bewegen können, neigen gelegentlich zum Frieren. Wärme und starke Temperaturschwankungen werden von den meisten Hunden schlechter vertragen, da Hunde nicht schwitzen können, müssen Sie das über das Hecheln ausgleichen. Viel Bewegung bei hohen Temperaturen ist deshalb gerade für ältere Hunde oder Hunde mit Herz- und Kreislaufproblemen nicht gesund.

Ausrede oder Tatsache?

Es gibt durchaus Fälle, in denen Hunde tatsächlich Probleme mit „schlechtem“ Wetter haben. Kleine Hunde mit niedrigen Beinen etwa, die bei Regen oder Schnee sofort einen nassen und kalten Bauch haben oder alte und kranke Hunde bevorzugen bei solchem Wetter die warme Wohnung. Bei jungen und gesunden Hunden liegt aber der Verdacht nahe, dass der Besitzer seine eigene Abneigung auf den Hund projiziert. Häufig zögert der Hund dann tatsächlich beim Verlassen der Wohnung, weil er die Vorbehalte des Besitzers spürt.

Gegenmaßnahmen

Bei wirklichen Problemen wie alten Hunden oder kurzen Beinen und nassen Bäuchen helfen entsprechende Hundebekleidungen. Gerade älteren Hunde, die viel draußen sind, sich aber nicht mehr so viel bewegen, sind für einen wärmenden Mantel sehr dankbar und auch kleinen und kurzbeinigen Hunden hilft es, wenn man den Bauch vor der ständigen Berührung mit Eis und Schnee schützt. Gegen schicke Mäntelchen nur zur Dekoration habe ich aber Vorbehalte. Bevor man zur Bekleidung greift, sollte man das Problem konkret erfassen und dann die dafür passende Abhilfe suchen. So hilft ein Mäntelchen nur über dem Rücken nicht gegen den kalten Bauch. Schwieriger ist es bei Problemen mit Wärme. Einen Sonnenschirm kann man dem Hund kaum mitgeben, also hilft nur, die Spaziergänge auf den frühen morgen und den späteren Abend zu legen, in den warmen Mittagsstunden kurz zu halten und zwischendurch Pausen einzulegen. Bei längeren Spaziergängen sollte man auf jeden Fall Wasser für den Hund dabei haben.

Die meisten gesunden Hunde sind dem Wetter gegenüber sehr unempfindlich. Sie brauchen Auslauf, Bewegung und Beschäftigung auch unabhängig vom Wetter. Ich sehe das als Vorteil: ich komme bei jedem Wetter raus, das hält auch mich gesund und fit.

Hundesitter, Hundepension oder Tierheim?

Der Chefredakteur des Gassiblog hat sich ein schönes Wochenende gemacht. Die Blog-Tippse hatte Termine, bei denen sie ihn nicht mitnehmen konnte, also hat er kurzerhand einen Urlaub gebucht und sich das Wochenende verwöhnen lassen. Inzwischen ist er wieder zu Hause und sein Leben geht wieder seinen normalen Gang.

© lensonfocus - Fotolia.com
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Viele Hundebesitzer werden das Problem kennen: Nicht immer und überall kann der Hund mit. Für wenige Stunden kann man den meisten Hunden beibringen, alleine zu Hause zu warten, aber bei mehreren Tagen ist das nicht möglich. Eine Betreuung muss gefunden werden. Ideal ist es sicherlich, wenn der Hund bei Familienangehörigen oder Freunden unter gebracht werden kann, aber manchmal geht auch das nicht und eine Lösung ist nötig. Aber welche Möglichkeiten sind gut und sinnvoll?

Tierheim

In vielen Fällen bieten Tierheime eine Urlaubsbetreuung an. Der Hund wird dort während der Abwesenheit der Besitzer genau wie die anderen Hunde betreut, aber natürlich nicht weiter vermittelt. Die Kosten dafür sind unterschiedlich. Für den Hund ist das sicherlich eine der stressigsten Lösungen: Tierheim ist nicht nur eine neue Umgebung, die große Zahl anderer Hunde und die Abwesenheit der vertrauten Personen sind für Hunde häufig sehr beängstigend. Dazu kommt, dass Tierheime meistens nicht die Zeit haben, um sich wirklich ausgiebig und individuell um den verunsicherten Hund zu kümmern. Eine Unterbringung im Tierheim kann deshalb in Einzelfällen wir einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt sinnvoll und notwendig sein, wenn irgend möglich sollte man jedoch andere Lösungen erwägen.

Tierpension

In einer Tierpension werden auch mehrere Tiere gleichzeitig betreut. In vielen Fällen werden die Hunde gemeinsam als Rudel im Haus zu betreuen. Bei der Auswahl einer Tierpension sollte man diese unbedingt im Vorfeld, am besten unangemeldet, besuchen und sich anschauen, wie die Hunde untergebracht und betreut werden. Gute Tierpensionen achten sehr auf Zuwendung für jeden einzelnen Pensionsgast und bieten verschiedene Möglichkeiten, damit der Hund sich wohl fühlt. Für Hunde die nicht zu 100 Prozent verträglich sind, ist es daher häufig schwierig in einer wirklich guten Tierpension unter zu kommen, da für diese besondere Bedingungen geschaffen werden müssen. Die Unterbringungskosten variieren auch hier, je nach Angebot und Kalkulation. Die beste Pension ist nicht zwangsläufig die teuerste. Kleine Pensionen die nur eine kleine Anzahl an Tieren aufnehmen bieten häufig die individuellere und persönlichere Betreuung, sind aber auch schneller ausgebucht.

Hundesitter

Ein Hundesitter betreut nur eine sehr kleine Anzahl von Pflegehunden. Viele Hundesitter machen das nicht erwerbsmäßig, sondern nehmen in ihrer Freizeit Hunde bei sich auf, wobei die Erfahrung in der Hundehaltung sehr unterschiedlich sein kann. Die Bandbreite reicht hier von der stunden-, tage- oder wochenweisen Betreuung beim Hundesitter bis zur Betreuung des Hundes vor Ort. Während es für Katzen häufig die beste Lösung ist, wenn ein- bis zweimal am Tag eine Person zur Betreuung vorbei kommt, ist für Hunde die Anwesenheit einer Bezugsperson wichtiger, weshalb der Hundesitter entweder beim zu versorgenden Hund während des Betreuungszeitraums einzieht oder diesen zu sich nach Hause nimmt. Auch einen Hundesitter sollte man sorgfältig aussuchen und im Vorfeld zu Hause besuchen sowie sich von seinen Erfahrungen berichten lassen. Wenn die Chemie stimmt, kann man auch eine Probetag vereinbaren, um zu testen, ob der Hund sich wohl fühlt. Idealerweise fühlt der Hund sich dort wohl und bleibt gerne bei einem schon bekannten und vertrauten Hundesitter.

Woher bekomme ich Kontakte?

Kontakte kann man über verschiedene Webseiten knüpfen. Man findet entsprechende Anzeigen auch in Zeitungen und Anzeigenblättern. Tierärzte und Tierheime halten in den meisten Fällen ebenfalls Adressen von Tierpensionen und Tiersittern bereit oder können Kontakte vermitteln. Die sie täglich Kontakt zu Tierhalten haben und viele Empfehlungen hören, sind sie sehr gute Ansprechpartner für Kontakte in der näheren Umgebung. Auch befreundete Tierhalten können von ihren Erfahrungen berichten und Empfehlungen aussprechen.

Worauf muss ich achten?

Ob Tierpension oder Hundesitter, es sollte in jedem Fall möglich sein, sich vorher anzuschauen, wie der Hund untergebracht wird. Man sollte genau nachfragen, wie der Tagesablauf für den Hund ist, ob ständig jemand für ihn da ist und ob Sonderwünsche oder spezielle Ansprüche wie Medikamente, spezielles Futter oder besondere Pflege erfüllt werden können. Zwischen Hund und Betreuungsperson sollte Sympathie erkennbar sein. Ein bereits vorhandener Hund kann es für den Hund leichter machen, wenn die beiden sich vertragen.

Der Chefredakteur jedenfalls hat das Wochenende bei einer Hundesitterin verbracht, bei der er schon mehrfach war. Er mag die dort lebende Hündin und wird von der ganzen Familie verwöhnt. Die Kinder spielen Ball mit ihm, er geht mehrfach täglich zusammen mit der Familie und dem Familienhund spazieren und die Hundesitterin hat der Blog-Tippse zwischendurch Fotos vom Chefredakteur und den Kindern beim Spielen geschickt.

Magenverstimmung beim Hund

Das Geräusch kennen vermutlich alle Hundehalter: Der Hund würgt und würgt und erbricht sich endlich – vorzugsweise auf den guten Teppich. Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich vorher schon Anzeichen erkennen, dass der Hund sich gleich übergeben wird. Gras fressen gehört dazu, nicht das normale Knabbern an dem einen oder anderen Halm, sondern ein richtig hastiges Abrupfen der Halme. Kurz bevor es losgeht fangen die Hunde auch an zu schmatzen und sich das Maul zu lecken. Spätestens jetzt sollte man den Hund auf einen leicht zu reinigenden Untergrund bringen, wenn man seinen guten Teppich schonen will.

Behandlung von Magenverstimmungen

In den meisten Fällen ist ein verdorbener Magen beim Hund unproblematisch. Gerade bei jungen Hunden, aber auch bei älteren mit empfindlichem Magen kommt es häufiger vor, dass diese etwas falsches fressen oder das Futter ist nur zu kalt und schlägt auf den Magen. Wenn der Hund sonst fit ist, kann man deshalb gerade bei erwachsenen Hunden zunächst zu Hausmitteln greifen.

Zunächst bedeutet das: nichts mehr füttern, sondern hungern lassen. So bekommt der Magen eine Pause, um sich wieder zu erholen. Mindestens 24 Stunden sollte es deshalb nichts zu fressen geben, dafür sollte der Hund aber ausreichend trinken, auch um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Das Wasser kann man deshalb mit ein wenig Brühe oder Wurstwasser interessanter und schmackhafter für den Patienten machen.

Nach dem Fasten: Schonkost füttern

Zeigt der Hund wieder Interesse am Fressen, kann man nach 24 Stunden wieder langsam mit dem Füttern beginnen. Besonders eignen sich magenschonende Mahlzeiten wie gekochtes Hühnchenfleisch oder sehr weich gekochter Reis mit Hüttenkäse oder Quark, am besten lauwarm serviert. Ein wenig Salz gleicht dabei den Salzverlust wieder aus. Hat der Hund Durchfall helfen Pellets von getrocknete Karotten
, die in Wasser eingeweicht und dann einzeln gefüttert oder unter die Schonkost gemischt werden. So ist der Hund schnell wieder ganz gesund.

Wann ist es ein Fall für den Tierarzt?

Kommen jedoch weitere Symptome dazu, wirkt der Hund schwach, hat Krämpfe oder Fieber oder verhält sich ungewöhnlich, sollte in jedem Fall ein Tierarzt dazu gezogen werden. Die oben beschriebenen Hausmittel eignen sich nur für die Behandlung von leichter Magenverstimmungen oder Durchfälle, nicht für ernsthafte Erkrankungen!

Pro und Contra Flexileine

Gerade hier in Niedersachsen, wo zur Zeit (1. April bis 15. Juli) wieder Leinenpflicht zur Brut- und Setzzeit herrscht, ist die Flexileine ein häufig verwendetes Hilfsmittel. Dabei wird die Flexi häufig auch als Teufelszeug in der Hundeerziehung angesehen und die Verwendung als reine Bequemlichkeit und Erziehungsersatz gedeutet. Ich habe hier die Argument für und gegen die Flexileine zusammen getragen.

Was spricht für die Verwendung einer Flexileine?

Flexileine
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Eine Flexileine bedeutet zunächst mehr Bewegungsfreiheit, wenn der Hund nicht ohne Leine laufen kann, unabhängig davon, ob es gesetzliche Vorschriften sind oder der Hund ohne Leine nicht zu kontrollieren ist. Wenn der Hund lediglich an einigen Orten nicht frei laufen kann, aber jeden Tag ausreichend Freilauf bekommt, kann man auf die Verwendung einer Flexileine gut verzichten und nur eine normale Leine verwenden. Ist man täglich und überwiegend auf die Leine angewiesen, erleichtert sie das tägliche Leben enorm.

Dabei ist sie komfortabel zu handhaben.Sie kann sowohl in der Automatik-Funktion als sich selbst verlängernde Leine verwendet werden, als auch mit der Feststell-Funktion als Leine in fester Länge, etwa um den Hund in Gefahrensituationen an kurzer Leine zu halten. Dabei gibt es die Leinen in mehreren Varianten und unterschiedlichen Längen, abgestimmt auf Gewicht und Verhalten des Hundes.

Wer schon einmal mit einer Schleppleine trainiert hat, wird einen weiteren Vorteil der Flexileine zu schätzen wissen: sie rollt sich von selbst wieder auf und ist sauber und ordentlich in ihrem Gehäuse verstaut. Schleppleine bedeutet nämlich nicht nur, dass der Hund sie hinter sich her schleppt. Schleppleine bedeutet auch, dass der Hundehalter die nasse und dreckige, schlammverkrustet Leine wieder nach Hause schleppen darf.

Was spricht gegen eine Flexileine?

Das am häufigsten gehörte Argument ist, dass eine Flexileine die Leinenführigkeit verdirbt. Der Hund muss, um die Ausrollfunktion der Leine zu nutzen, einen ständigen Zug ausüben. Der Hund lernt so, dass ziehen zum Erfolg führt, während die Erziehung zur Leinenführigkeit bewirken soll, dass der Hund lernt, dass ziehen gerade keinen Erfolg bringt. Dieser Argumentation kann ich in Teilen folgen, es lässt sich aber leicht umgehen, indem man zwei verschiedene Befestigungsmethoden verwendet. Erlernt der Hund mit der Leine am Halsband die Leinenführigkeit, so kann man ein Brustgeschirr zur Befestigung der Flexileine verwenden. Die Unterscheidung ist für den Hund leicht zu erlernen: am Halsband ist ziehen tabu, am Geschirr ist mäßiger Zug in Ordnung. Das kann durchaus eine Erziehungshilfe auch für die Leinenführigkeit sein, wenn die Zeit knapp ist und man sich nicht sicher ist, dass man bei einem Spaziergang konsequent auf nicht-ziehen bestehen kann, verwendet man das Geschirr anstatt des Halsbandes und ignoriert den Zug. Das sollte natürlich die Ausnahme bleiben, Leinenführigkeitstraining ist durchaus wichtig! Wenn man ohnehin bereits ein Brustgeschirr verwendet, hilft die Anschaffung eines zweiten Geschirrs anderer Bauart. Geschirre gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, bei denen der Zug an verschiedenen Stellen ansetzt. Auch die Unterscheidung zweier Geschirre fällt dem Hund leicht.

Auch wenn die Handhabung der Flexi leicht erscheint, muss sie doch geübt werden. Gerade bei Leinen, die nicht nur aus Gurt bestehen, sondern nach einem kurzen, breiteren Gurtstück in ein dünnes Band übergehen, kann der Griff in die Leine zu schmerzhaften Verletzungen und Verbrennungen führen.

Auch sollte man nicht unvermittelt den Stopp-Knopf drücken und den Hund so ohne Kommando bremsen. Der Hund muss ebenfalls erlernen, dass die Leine unterschiedliche Längen hat und dass sie nach einiger Zeit endet. Deshalb sollte man den Hund warnen, kurz bevor das Ende der Leine erreicht ist (der Einfachheit halber kann man einen Punkt einen Meter vor dem Stopp auf der Leine rot markieren) oder bevor man den Stopp-Knopf drückt. Auch das „Einholen“ mit der Leine sollte unterbleiben.

Das bewahrt auch davor, die Flexileine als Ersatz für die Erziehung des Hundes einzusetzen. Sie ist keine Fernbedienung für den Hund, weshalb der Einsatz immer mit Kommandos kombiniert werden sollte.

Fazit

Bei richtiger Handhabung und mit etwas Übung ist eine Flexileine eine sehr gute Möglichkeit dem Hund mehr Freiraum zu verschaffen. Sie ist aber keineswegs ein Ersatz für die Erziehung des Hundes. Sie ist ein bewährtes Hilfsmittel, gegen das bei korrekter Anwendung nichts einzuwenden ist.

Treffen mit der Freundin

Es gibt Hunde, die verstehen sich mit jedem anderen Hund. Leider gehört der Chefredakteur des GassiBlog nicht dazu. Er ist da eher heikel: an der Leine sind Begegnungen häufig schwierig. Hündinnen mag er eigentlich immer, bei Rüden ist das nicht selbstverständlich. Es gibt Rüden, mit denen er gut zurecht kommt und gerne spielt, allerdings haben diese Spiele immer eine Dominanz-Komponente.

Bei Hündinnen ist das ganz anders. Er ist der geborene Charmeur und bezirzt die vierbeinige Damenwelt gekonnt. Die Hundedamen fliegen denn auch reihenweise auf ihn, von einigen wenigen zickigen Exemplaren mal abgesehen. Eine seiner besonderen Freundinnen legt sich deshalb hin und weigert sich weiter zu gehen, wenn sie ihn von weitem näher kommen sieht.

Richtig schön war jedoch die Begegnung heute morgen, als er eine Hundefreundin traf, der wir schon länger nicht mehr begegnet waren. Die beiden liegen genau auf einer Wellenlänge: gemeinsam rennen und toben ist genau ihr Ding, dabei darf auch ruhig mal etwas freundschaftlich geknufft und gerempelt werden. So war die Begeisterung heute morgen auch richtig groß, als wir seiner Freundin mitsamt Halter begegneten. Die Freude wurde leicht getrübt, weil beide Hunde dank Leinenpflicht mit Flexileinen am freien Rumtoben gehindert werden mussten. Der Besitzer seiner Freundin und ich waren deshalb auch hauptsächlich damit beschäftigt, die verknoteten Leinen wieder zu entwirren, bevor ein unlösbares Hunde-Leinen-Knäuel entstand.

Leider gibt es hier auch keine Hundeauslaufzonen, in denen die Hunde frei herumtoben könnten. Trotzdem war der Chefredakteur nach dem Ende dieses Spazierganges so zufrieden und ausgeglichen wie selten. Glücklich schnarchend liegt er jetzt deshalb in seinem Körbchen und träumt mit zuckenden Pfoten von neuen Abenteuern.

Fleisch und Knochen füttern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Hund gesund und ausgewogen zu ernähren. Die Palette der Fertigfutter als Trockenfutter oder in der Dose ist dabei breit gefächert. Vom Discounter-Futter bis zum Futter, das nur im Fachhandel oder über spezielle Versandhäuser erhältlich ist, ist alles möglich. Zusätzlich kann der Hund auch mit selbst gekochtem oder mit rohem Futter gefüttert werden. Aus Zeit- und Kostengründen bleiben die meisten Hundehalter aber doch bei Fertigfutter.

Fleisch und Knochen als Ergänzung

Zusätzlich zum normalen Fertigfutter kann man Fleisch und fleischige Knochen als Ergänzung und zur Zahnpflege füttern. Ein Knochen zum Abnagen bietet stundenlange Unterhaltung für den Hund, weichere Knochen werden auch mit gefressen. Das frische Fleisch ist eine tolle Abwechslung im Speiseplan und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Das muss gar nicht teuer sein, der örtliche Fleischer bietet in vielen Fällen Knochen mit großzügigen Fleischresten zu günstigen Preisen für Hundebesitzer an.

Der Chefredakteur bringt seinen Knochen in Sicherheit
Der Chefredakteur bringt seinen Knochen in Sicherheit

Was kann man füttern?

Fleischige Knochen, und Innereien wie Schlünde oder Pansen können bedenkenlos an den Hund verfüttert werden. Lediglich Fleisch vom Schwein eignet sich nicht zum Verfüttert, da es den Aujetzky-Virus beinhalten kann. Auch Geflügelteile mit Knochen sind für den Hund gut zu verwerten, wenn sie roh sind. Rohe Geflügelknochen können vom Hund mit gefressen werden. Einige Knochen wie Markknochen vom Rind sind dagegen zu hart um vom Hund gefressen zu werden, der Hund nagt das Fleisch drum herum ab und leckt das Mark heraus. Nach einiger Zeit sollte der Knochen jedoch entsorgt werden.

Die Umstellung auf ausschließlich rohes Futter, das sogenannte BARF (Bones And Raw Food) erfordert einiges an Sorgfalt und Hintergrundwissen. Dagegen ist das gelegentliche Verfüttern von Fleisch und Knochen unkompliziert möglich und der Hund freut sich über die Abwechslung.

Brut- und Setzzeit – Zeit für besondere Rücksicht

© Omika - Fotolia.com
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Im Frühjahr beginnt die Brut- und Setzzeit, die Zeit, in der die Wildtiere Nachwuchs bekommen und aufziehen. In Niedersachsen herrscht deshalb ab dem 1. April, in Bremen schon ab dem 15.  März bis zum 15. Juli Leinenpflicht. In dieser Zeit müssen alle Hunde bei Spaziergängen an der Leine geführt werden, um so die Wildtiere und ihren Nachwuchs vor unerwünschten Störungen zu schützen.

Leine oder nicht? In Niedersachsen Leinenpflicht

Auch dort, wo keine Leinenpflicht herrscht, kann eine Leine zur Kontrolle des Hundes sinnvoll sein. Gerade Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb haben sonst große Verlockungen direkt vor der Nase: bodenbrütende Vögel, Hasen, Rehkitze und viele weitere Tierkinder sind ein leichtes Opfer. Wer nicht sicher ist, ob er seinen Hund auch ohne Leine kontrollieren kann, sollte sich deshalb auch außerhalb der Leinenpflicht-Gebiete mit einer Leine behelfen.  In den Städten ist das Problem weniger groß und es existieren in vielen Fällen Hundeauslaufzonen, in denen die Hunde trotz Brut- und Setzzeit frei laufen können.

Verhalten freilaufender Hunde

Freilaufende Hunde sollten in dieser Zeit daran gehindert werden, in Feldern und Sträuchern zu stöbern und so Tierkinder und ihre Eltern aufzuscheuchen. Selbst wenn der Hund den Tieren nichts tut, bleibt eine Störung und gelegentlich werden Tierkinder von ihren Eltern verlassen, wenn sie nach einem Hund riechen, der sie beschnuppert oder abgeleckt hat. Obwohl der Hund sie nicht erlegt hat, sind diese Tierbabys dann in den meisten Fällen zum Tod verurteilt. Hunde sollten deshalb genau wie Spaziergänger auf den Wegen bleiben und maximal einen Meter neben dem Weg schnüffeln und markieren. Streifzüge durch das Unterholz im Wald oder quer über Felder sollten in dieser Zeit zur Schonung der Natur in jedem Fall tabu sein.

Was habe ich für Möglichkeiten?

Trotzdem hat der Hund natürlich ein Anrecht auf ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Mit Spielen und Übungen kann man den Hund auch bei eingeschränktem Bewegungsradius gut auslasten. Apportierspiele sind bei vielen Hunden sehr beliebt, aber auch Fährtensuche mit vorher präparierten Fährten ist eine toller Freizeitspaß für Hund und Halter. Ein so beschäftigter Hund kommt auch seltener auf die Idee, sich auf eine Spur zu setzen und sich selbständig zu machen. Gerade bei Hunden mit starkem Jagdtrieb muss man trotzdem genau im Auge haben, dass der natürliche Trieb nicht die Überhand gewinnt und der Hund sich eine spannende Beschäftigung zum Nachteil der Wildtiere sucht. Auch wenn der Hund zur Sicherheit oder auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen mit einer Flexi- oder Schleppleine gesichert wird, sollte er nicht vom Weg abweichen.

Wie Hund und Katz

Wie Hund und KatzHunde und Katzen haben gleich mehrere Probleme miteinander. Eines davon ist die unterschiedliche Körpersprache. Das andere ist, dass Hunde eine Katze häufig als Beute ansehen und entsprechend jagen. Keine guten Voraussetzungen für ein entspanntes Verhältnis zwischen Hund und Katze. Möglich ist es in vielen Fällen trotzdem.

Der einfache Fall:Jugendfreunde

Lernen sich Hund und Katze schon in der Welpenzeit kennen, gibt es meistens keine Probleme und die beiden verstehen sich gut, häufig entsteht eine lebenslange Freundschaft. Dabei müssen sich beide nicht im Kindesalter kennen lernen, aber jeder von beiden sollte in der Welpenzeit gute Erfahrungen mit der anderen Gattung gemacht haben. Mein Kater ist mit katzengewöhnten Hunden groß geworden, als er erwachsen war, kam der kleine Chefredakteur dazu und wuchs so zusammen mit dem an Hunde gewöhnten Kater auf. Die beiden sind bis heute unzertrennlich.

Später wird es schwieriger

Zwei erwachsene Tiere, die die andere Gattung jeweils gar nicht kennen, aneinander zu gewöhnen, wird sehr schwierig. Besser ist es, wenn wenigstens einer von beiden bereits positive Erfahrungen hat. Also etwa eine Katze, die Hunde kennt und mag und ein erwachsener Hund, der Katzen bisher nicht kennt, zumindest nicht als Rudelmitglieder und Mitbewohner. Will man versuchen die beiden aneinander zu gewöhnen, ist in jedem Fall Geduld gefragt.

Langsame Gewöhnung

Die ersten Begegnungen sollten unbedingt unter Aufsicht stattfinden und zeitlich begrenzt sein. Sorge dafür, dass die beiden nicht übereinander herfallen können und lenke beide ab, z.B. mit guten Leckerchen. Nicht so geeignet ist das Spielen mit den beiden Probanden, weil das bei beiden schnell Jagdtrieb auslösen kann, der auch auf den zukünftigen Kumpel übertragen wird. Eine mögliche Beute kann aber kein Freund werden. Deshalb eignen sich Streicheleinheiten und Leckerchen in ruhiger Atmosphäre besser. Wenn beide entspannt sind, trenne sie wieder bis zur nächsten Begegnung. Die sollten ruhig mehrmals am Tag stattfinden, umso schneller wird die Anwesenheit des anderen Normalität. Wenn beide völlig entspannt sind, verringere zunächst den Abstand zwischen den Beiden. Bis zur ersten direkten Kontaktaufnahme ist es ein langer Weg, der sich aber lohnt, wenn er zu einem friedlichen Zusammenleben führt.

Wenn es gar nicht geht

Auch nach erfolgreicher Annäherung sollte die Katze immer eine Rückzugs- und Fluchtmöglichkeit haben, wo der Hund sie nicht erreichen kann. Unbeaufsichtigte Begegnungen solltest Du vermeiden, bis Du Dir ganz sicher bist, dass die beiden sich gut verstehen. Wenn das alleine nicht klappen will, hilft manchmal ein professioneller Trainer (Adressen von Trainern, die sich mit der Vergesellschaftung von Hunden und Katzen beschäftigen nehme ich gerne entgegen und veröffentliche sie hier). Manchmal geht es auch gar nicht. In dem Fall musst Du Dich fragen, ob es möglich ist, beide dauerhaft getrennt voneinander zu halten. Wenn das nicht möglich ist oder eine zu starke Beeinträchtigung des täglichen Lebens bedeutet, muss für einen der Beiden ein neues Zuhause gesucht werden. Das sollte jedoch immer der letzte Schritt sein.

Gibt es Hilfsmittel?

Neben den schon angesprochenen Leckerchen ist das wichtigste Hilfsmittel die Geduld. In vielen Fällen erreicht man auch mit Pheromonen gute Ergebnisse. Diese Geruchsstoffe sollen ein gutes Gefühl vermitteln und helfen die Kennenlernphase zu verkürzen. Ein wenig Felifriend vermittelt der Katze, dass hier ein Freund vor ihr steht. Das ist aber auf keinen Fall Ersatz für eine langsame Gewöhnung, sondern kann nur eine kleine Erleichterung darstellen.

Eine Liebeserklärung an den Hund

LiebeserklärungEin Hund ist kein Ersatz für zwischenmenschliche Kontakte – aber in vieler Hinsicht trotzdem der perfekte Mitbewohner und eine Bereicherung für das Leben. Gegenüber menschlichen Freunden und Partnern hat er gleich eine ganze Reihe Vorzüge:

  • Er freut sich immer, wenn Du nach Hause kommst. Keine Vorwürfe „Du bist zu spät“ „wo kommst Du her“ oder „wie siehst Du wieder aus?“ – der Hund ist einfach aufrichtig begeistert, dass Du wieder da bist. Völlig unabhängig davon, ob Du fünf Minuten oder fünf Stunden weg warst.
  • Der Hund legt keinen Wert auf Äußerlichkeiten. Ihm ist es egal, ob Du schön oder hässlich bist, jung oder alt, dick oder dünn oder gerade einen Bad-Hair-Day hast. Ihm gefällst Du im Schlabberlook genauso gut wie im Abendkleid. Vielleicht noch besser im Schlabberlook, da hast Du keine Angst vor Hundehaaren und Sabber am Kuschelshirt.
  • Ob das Halsband mit Diamanten besetzt oder aus dem Discounter ist, ist ihm genauso egal. Noch viel besser: er wird auch nicht jammern, weil die Kumpel auf dem Feld alle schicke Marken-Halsbänder tragen und nur er das günstige vom Discounter, denn denen ist das genauso egal. Er legt keinen Wert auf Designermöbel und teure Urlaubsreisen und es ist ihm egal, ob Du mit ihm in einem großen Haus oder in einer winzigen Wohnung lebst, wenn Du nur bei ihm bist.
  • Du musst ihm nichts erklären. Wenn es Dir schlecht geht, kannst Du ihm Deinen ganzen Kummer erzählen – oder einfach nur schweigen oder still brütend da sitzen. Er wird es akzeptieren und Dir gerne Gesellschaft leisten ohne Fragen zu stellen. Es gibt keinen besseren Zuhörer und kein tröstlicheres Gefühl, als eine Hundenase, die sich in Deine Hand schiebt, wenn es Dir schlecht geht.
  • In einem Punkt ist er trotzdem unerbittlich: er wird Dich vor die Tür scheuchen, bei jedem Wetter. Bei Sonne, Regen, Schnee, Sturm – er will und muss raus, und Du mit. Die Zeiten, in denen Du Dich bei Schlechtwetter-Blues im Haus eingeigelt hast, sind deshalb vorbei. Jetzt rennst du auch bei Eisregen und eiskaltem Ostwind über das Feld und freust Dich umso mehr auf heißen Tee und ein Vollbad hinterher.

Es gibt noch viel mehr Punkte, die für einen Hund sprechen. Ich zumindest möchte auf einen Hund in meinem Leben nicht mehr verzichten. Nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zu menschlichen Freunden, Partner und Familie.

Indoor-Action: Hunde-Spaß in der Wohnung

indoorBei dem derzeitigen schlechten Wetter ist die Lust auf lange Spaziergänge mit dem Hund nicht allzu groß. Darüber hinaus gibt es noch andere Gründe, warum Aktivitäten mit dem Hund eine Zeit lang vorwiegend in den eigenen vier Wänden statt finden müssen, etwa bei Krankheit des Besitzers oder weil der Hund selbst sich nicht allzu viel bewegen soll. Unterbeschäftigt und gelangweilt fühlen sich Hunde jedoch nicht wohl und drücken das häufig auch durch unangenehmes Verhalten bis zu Beschädigungen in der Wohnung aus. Dabei gibt es viele Dinge, mit denen man den Hund beschäftigen kann, ohne das Haus zu verlassen. Die Möglichkeiten sich draußen zu erleichtern müssen aber natürlich trotzdem gegeben sein.

Neue Kommandos im Haus erlernen

Für das Erlernen neuer Kommandos bietet es sich an, die ersten Schritte in einer möglichst ablenkungsarmen und bekannten Umgebung wie im Haus oder in der eigenen Wohnung einzuüben. So kann man die Zeit nutzen, um neue Kommandos einzuüben und zu wiederholen, bis sie in der Wohnung problemlos funktionieren. Erst im Anschluss verlegt man die Übungen nach draußen.

Hundespiele mit Spielzeug

Es gibt eine ganze Reihe Spiele für Hunde, mit denen man diese auch im Haus beschäftigen kann. In den meisten Fällen versuchen die Hunde an das versteckte Futter zu kommen. Mit einem Futter-Snackball, der beim Herumrollen nach und nach Futter abgibt, können die Hunde nach dem Füllen alleine spielen. Viele andere Hundespieleverlangen die Mithilfe des Hundehalters, der Futterbröckchen in verschiedene Behältnisse füllen und bei der Suche unterstützen muss. In einfacher Version lässt sich ein solches Spiel auch einfach mit Bechern spielen, unter denen Futterbröckchen versteckt werden.

Indoor-Parcours bauen

Sportlich aktive Hunde können den Hundesport Agility oder Turnierhundesport auch in den eigenen vier Wänden ausprobieren: ein paar Stühle und eine Decke bilden einen Tunnel, aus zwei umgedrehten Eimern und einem Besenstiel wird ein Sprung. Mit etwas Fantasie kann man so leicht viele verschiedene Hindernisse bauen und mit dem Hund spielerisch erkunden.

Clickertraining

Clickertraining eignet sich gut zur geistigen Auslastung. Man kann dem Hund damit Tricks und kleine Kunststücke beibringen. Weil die Vierbeiner dabei geistig sehr gefordert werden, sind schon wenige Minuten intensives Clickertraining sehr anstrengend für den Hund. Clickern eignet sich deshalb ideal um Hunde auch im Haus auszulasten und kann auch dann verwendet werden, wenn der Hund selbst eingeschränkt und nicht voll bewegungsfähig ist.